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Americas Cup: Neue Yacht-Design-Regel tritt in Kraft
Während sich die Juristen von BMW Oracle und Alinghi noch streiten wo, wie und wann der nächste America's Cup ausgetragen werden soll, wurden sich die Designer und Team-Manager der 19 Syndikate, die am Cup teilnehmen wollen, über Designrichtlinien für die neuen America's Cup Yachten einig. Seit November tagte man in Genf und Valencia, nun stehen die neuen Class-Rule fest.
Diese Gruppe kam überein, ein Boot zu entwickeln, das ähnlich viel kostet wie dasjenige der America's-Cup-Class-Version 5.0, aber leistungsstärker ist. Das AC33-Regelwerk hat sich in Richtung einer Rennyacht entwickelt mit einer maximalen Gesamtlänge von 26 Metern, mit 5 Metern Tiefgang und einer Verdrängung von 17,5 Tonnen. Der Segelplan ist größer als beim Regelwerk der ACC-Version 5.0 (allerdings ohne die überlappenden Headsails). Das Boot wird einen Bugspriet haben und die Spinnaker-Fläche wird nur durch Sheeting Constraints limitiert.
Wegen der geringeren Verdrängung ist es auf dem Am-Wind-Kurs anspruchsvoller zu segeln und wird gute Geschwindigkeiten auf den Vor-Wind-Kursen zeigen. Die Breite darf maximal 4,8 Meter betragen, was nach viel aussieht, wenn man sich den Anblick der Yachten der Version 5.0 gewohnt ist, bei denen die letzte Generation meist kaum mehr als 3 Meter breit war.
Tom Schnackenberg, ACM-Berater für die Class Rule: „Wir haben zehn sehr lebhafte Wochen hinter uns, in denen wir diese neue AC33-Class-Rule geschaffen haben. Der Prozess war demjenigen des ursprünglichen AC90 sehr ähnlich und wir haben extra darauf geachtet, an vielen Punkten festzuhalten, die wir schon 12 Monate vorher entwickelt hatten. Aufgrund unserer vorherigen Erfahrungen verlief der Prozess reibungslos, dies trotz der Unterbrechung durch die Weihnachtsferien.
Das Boot sollte ursprünglich Überhänge aufweisen und Umfangs-Beschränkungen (eine Art Mini-J-Klasse). Als aber verschiedene Designer zum Projekt stießen, wurde schnell klar, dass wir ein Boot anstrebten, dass nur durch die Gesamtlänge, das Gewicht, die maximale Breite und den Tiefgang definiert wird.
Dies bringt einfache Messvorgänge für den Rumpf selbst, und es schien, als ob das Boot mit jeder Veränderung schneller wurde. Das Boot ist nun etwas länger als die Boote der ACC-Version 5.0 und mehrere Tonnen leichter, mit ähnlicher Segelfläche und aufrichtendem Moment. Es verspricht, ähnliche Geschwindigkeit auf dem Amwind-Kurs und großartigen Leistung auf der Vorwind-Strecke. Wir glauben, dass die America's-Cup-Gemeinde viel Freude an diesem Boot haben wird; es ist ein würdiger Nachfolger aller wunderbaren Boote von früher."
Rolf Vrolijk, der Chefdesigner von Defender Alinghi: „Für Designer ist es immer spannender, an der Gestaltung einer neuen Klasse oder einer neuen Bootsart mitzuwirken, weil man bei der bereits bestehenden, extrem hochentwickelten Klasse nur kleinste Optimierungen vornehmen kann. Es ist eine ziemliche Herausforderung, weil es bedeutet, dass man bei Null anfangen muss und eine Klasse wie diese hat es vorher noch nie gegeben. Wenn man die Hausaufgaben richtig macht, dann wird man kompetitiv sein. Einige Teams werden wohl in gewissen Bereichen der Regel sehr kompetitiv sein, das wird also sehr aufregend."
John Cutler, der technische Direktor des Challenger of Record, Desafío Español: „Alle sitzen vor einem leeren Blatt Papier und so haben alle die Chance, ein schnelles oder sogar das schnellste Boot zu bauen. Wir denken, dass dies eine gute Chance für alle Challenger ist und es wird für Desafio Español gut sein."
Andy Claughton, der Koordinator des Designteams vom britischen Challenger TeamOrigin: „Die neue AC33-Class-Rule ist eine tolle Leistung, die Alinghi und die Challenger gemeinsam erbracht haben. Die Vision des Bootes war klar: es musste schnell und modern sein und eine Herausforderung für die Segler, durfte aber gleichzeitig nicht extrem teuer in Bau und Unterhalt werden.
Die Entwicklung des Regelwerkes wurde bei einer Reihe von Roundtable-Gesprächen vorangetrieben, die von Tom Schnackenberg präsidiert wurde, der seine ganze Erfahrung beim Schreiben des Textes einfließen ließ. Alle Challenger konnten sich in diesen Gesprächen einbringen und die erfahrenen Mitglieder der Gruppe haben dann auf ein Regelwerk hingearbeitet, das viel weniger Beschränkungen aufweist als die frühere Version der 5.0-Boote."
Pressemitteilung: Alinghi
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