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Messe Hamburg:Bootsbauer spüren Rückenwind

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 Messe_Hamburg_DehlerDie Bootsbau-Branche ist optimistisch. „Aus unserer Sicht ist die Krise überwunden. Die Auftragslage ist sehr gut“, sagt Bavaria-Sprecherin Jasmin Müller am Rande der internationalen Bootsmesse „Hanseboot“ in Hamburg. Bis 7. November zeigen 750 Aussteller aus 25 Staaten Yachten und Zubehör.
Deutschlands größter Bootsbaubetrieb Bavaria ist gleich mit mehreren neuen Modellen angereist. Die fast 12 Meter lange Motoryacht „Bavaria Sport 38“ ist 40 Knoten schnell, das sind mehr als 70 Stundenkilometer. Das Schiff mit seinen vier Kojen kostet 166 000 Euro, in der Klasse fast ein Schnäppchen.

Trend zum kleinen Boot
Bei den Segelbooten geht der Trend zum schnellen kleinen Cruiser-Racer, gleichermaßen geeignet für ein Familienwochenende und Papas Regatta-Ambitionen. Klein, sportlich, zum günstigen Preis und dennoch komfortabel sollen sie sein. „Wir sehen einen Wachstumsmarkt in allen Klassen“, erklärt Bavaria-Vertriebsleiter Meik Lessig.
Schiffe, die sich gleichermaßen als sportliche Daysailer für den Tagesausflug wie als innen eher heimelige Fahrtenyacht für einen längeren Törn eignen – dazu gehört die in Estland gefertigte „Clark 33“ des Konstrukteurs Dieter Blank. Draußen sportlich, drinnen eher gediegen, 10 Meter lang und bezahlbar – das gilt auch für die Fahrtenyacht „Dehler 32“ und den Cruiser-Racer „First 30“ der französischen Bénéteau-Werft.

Preisbrecher
Auch bei den größeren Schiffen gilt: Besucherschlangen bilden sich bei den Preisbrechern. So zieht die „Varianta 44“ der Hanse-Group besonders viel Aufmerksamkeit auf sich. Die Hanse-Group in Greifswald ist nach Bavaria die Nummer zwei in Deutschland. Mit 100 000 Euro ist die 13 Meter lange Segelyacht ausgesprochen günstig. „Wir haben uns auf das konzentriert, was fürs Segeln notwendig ist“, erklärt Produktmanager Jens Berger. Edle Hölzer gehören nicht dazu, zeigt ein Blick ins spartanische Innere mit bis zu zehn Kojen.
Zielgruppe sind vor allem junge Leute, sagt Berger: „Wir haben uns gefragt: Wie können wir das Nachwuchssegeln wieder ankurbeln?“ Eine wichtige Frage für die Zukunft der Branche, denn das Durchschnittsalter der Bootsbesitzer liegt bei 56 Jahren.


Mit freundlicher Genehmigung NWZ-Online

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