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Startseite Magazin Magazin Tourismus: Schlecht gestartet - starker Schluss

Tourismus: Schlecht gestartet - starker Schluss

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 hafenNach einem mauen Start in den ersten sechs Monaten scheint der kroatische Tourismus für heuer gerettet. Die Monate Juli und August waren nach Angaben des kroatischen Tourismusministeriums die besten seit eh und je. Drei Prozent mehr Gäste und sechs Prozent mehr Übernachtungen gab es in den Monaten Jänner bis August im Vergleich zum Vorjahr. 8,2 Millionen Ankünfte verzeichnete die Tourismusstatistik.
Die Deutschen und Österreicher blieben dem Urlaubsland Kroatien auch heuer treu, für eine Überraschung sorgten die Russen, die in der Besucherstatistik um ein Drittel zulegten. Einzig Italiener und Niederländer zogen ihre eigene Küste oder andere Urlaubsziele vor: Es kamen um neun beziehungsweise fünf Prozent weniger Urlauber aus diesen Ländern.


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Das Ministerium gab sich punkto Einnahmen wortkarg. Fest steht: Vergangenes Jahr wurden aufgrund der Finanzkrise um etwa eine Milliarde€ weniger eingenommen als 2008. Damals erreichten die Einnahmen eine Höhe von 7,4 Milliarden €.
Bevorzugtes Reisetransportmittel war trotz Flugboni der kroatischen Regierung das Auto: 90 Prozent der Urlauber kamen auf dem Straßenweg an ihr Ferienziel. Manche nahmen auch den Wasserweg: Die Yacht marinas in Kroatien verzeichneten zwischen Jänner und Juli 25 Prozent mehr Einnahmen (2,6 Millionen €).

Weniger Einnahmen oder Kroatien stellt sich selbst ein Bein
Obwohl der Verkehr auf dem Wasser zugenommen hat, geht Kroatien auch ganz schön viel Geld durch die Lappen: Weil ausländische Yachten, Cruiser und andere Schiffe nicht ganzjährig vor der kroatischen Küste ankern dürfen, nimmt der Staat jährlich nur neun Millionen € ein. Montenegro, das eine viel kleinere Küste hat, nimmt laut dem Sender Nova TV im Vergleich dazu 70 Millionen € ein. Der Grund dafür liegt im kroatischen Fremdenrecht, das mit dem Seerecht nicht im Einklang ist. Nach 90 Tagen müssen ausländische Besatzungsmitglieder das Land verlassen, also nach Italien, Slowenien oder Montenegro fahren, um sich dann wieder an der kroatischen Küste anzumelden. Die anderen haben dafür etwas nicht, was in Kroatien gilt: Die Mehrwertsteuer auf Treibstoff.

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