Ein Auslaufmodell lebt weiter - Reisebüros im Wandel

Das Reisebüro schien ein Auslaufmodell zu sein. Zuletzt gab es wieder einen Aufwärtstrend. Das Internet bleibt eine mächtige Konkurrenz, ist zugleich aber auch ein wichtiger Treiber der Branche.

Es galt eigentlich als ausgemachte Sache: Die Reisebüros erwartet ein ähnliches Schicksal wie die Buchhändler. Ihre Zahl wird kontinuierlich sinken, ein kleiner Rest mit wenigen großen Ketten an der Spitze bald nur noch ein Schattendasein fristen in einem Markt, den Online-Portale dominieren. 

Da klingt ein Satz schon mutig, wie ihn der Vorstandschef des Reisekonzerns Tui, Friedrich Joussen, unlängst aussprach: «Das Reisebüro hat noch nicht ausgedient», sagte er auf der Hauptversammlung der Aktiengesellschaft Mitte Februar.

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Sonnige Aussichten für die Reisebranche

Niedrige Arbeitslosigkeit, gute Konjunkturaussichten und sinkende Verbraucherpreise: Die Rahmenbedingungen für die Reisebranche könnten kaum besser sein. Wird 2015 ein Rekordjahr für den Tourismus?

Die Buchungen für die schönsten Wochen des Jahres laufen auf Hochtouren: Branchenexperten sagen dem Tourismus ein Topjahr voraus. «Die Aussichten sind so gut, wie wir sie noch nicht hatten», sagte Martin Lohmann von der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR) jüngst. Der FUR zufolge wollen die Deutschen 2015 unterm Strich für mehr Reisen mehr Geld ausgeben. Vieles deute darauf hin, dass die Reiseintensität 2015 das Niveau des Vorjahres übertreffen werde, prognostiziert auch die Stiftung Zukunftsfragen. Ganz ohne Sorgen ist die Branche allerdings nicht.

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Job mit Meerblick: Reeder suchen Servicekräfte für Kreuzfahrten

Arbeiten, wo andere Urlaub machen: Auf einem Kreuzfahrtschiff werden Arbeitsplätze vom Kellner bis zum Programmdirektor angeboten. Auf einer Jobmesse in Bremerhaven stellten sich Bewerber den Reedereien vor.

Die Arbeitsbedingungen für das Servicepersonal auf Kreuzfahrtschiffen sind hart: Sieben-Tage-Woche, Zehn- bis Zwölf-Stunden-Tage, kaum Privatsphäre, kleinste Zweierkabinen, weit weg von der Familie. «Das ist ein anderes Leben, als man es vorher geführt hat», sagt Jens Wehrenberg von der Reederei Viking. Trotzdem ist es für viele ein Traumjob. Bewerber aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland informierten sich am Donnerstag auf einer zweitägigen Jobbörse in Bremerhaven über die Stellenangebote auf mehr als 200 Hochsee- und Flusskreuzfahrtschiffen. Sie bewarben sich als Oberkellner oder auch als Kosmetikerin.

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"Costa"-Kapitän zu 16 Jahren Haft verurteilt - weiter auf freiem Fuß

Vor dem Urteil bricht er in Tränen aus, den Richterspruch hört er sich aber nicht an. Der Kapitän der «Costa Concordia» muss für die Katastrophe 16 Jahre in Haft. Das Ende der Justiz-Saga ist das allerdings nicht.

Gut drei Jahre nach dem «Costa Concordia»-Unglück mit 32 Toten ist der Kapitän Francesco Schettino zu 16 Jahren und einem Monat Haft verurteilt worden. Schettino habe sich unter anderem mehrfach der fahrlässigen Tötung schuldig gemacht, erklärte der Vorsitzende Richter Giovanni Puliatti am Mittwochabend im toskanischen Grosseto. Zudem müssen der Kapitän und die Reederei Costa Crociere Schadenersatz in Millionenhöhe an Nebenkläger, darunter auch Opferfamilien, zahlen. Schettinos Anwälte kündigten Berufung gegen das Urteil an.

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Race for Water Odyssey

Am 15. März 2015 startet in Bordeaux die "Race for Water Odyssey" (R4WO), eine einzigartige Expedition, die das Ziel verfolgt, die Verschmutzung der Meere durch Plastikabfälle zu untersuchen. Diese Abfälle sammeln sich in riesigen Wasserstrudeln, die auch als Müllwirbel oder Trash-Vortex bezeichnet werden. Bis dato gibt es insgesamt fünf Wirbel, die von der R4WO angesteuert und untersucht werden sollen, um so Informationen zu sammeln, wie die Belastung vermindert werden könnte.

Foto: www.pixelio.de/ IESM