Bundesbehörde ermittelt nicht mehr bei Schiffsunglücken in Italien

Hamburg (dpa) - An der Aufklärung der Schiffsunglücke der «Costa Concordia» und «Norman Atlantic» ist Deutschland nicht länger beteiligt. Die Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) in Hamburg bestätigte am Dienstag einen Bericht des Radiosenders NDR Info, wonach sie die Zusammenarbeit mit Italien beendet habe. «Unter den derzeitigen Bedingungen macht eine Zusammenarbeit mit Italien einfach keinen Sinn, auch nicht bei künftigen Havarien», sagte der Leiter der BSU, Volker Schellhammer, dem Sender.

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Warmwasser verändert Meereslebensräume

Warmwasser aus dem Atlantik beeinflusst die Meeresumwelt in der Arktis. Forscher des Alfred-Wegener-Instituts beunruhigt dabei, wie gravierend die Veränderungen auf Algen und Kleinstlebewesen sind. Bremerhaven (dpa) - Erwärmen sich die arktischen Gewässer wegen des Klimawandels auch nur um ein oder zwei Grad, hat dies gravierende Folgen auf die dortigen Meereslebensräume. Es genüge schon ein vorübergehender Warmwassereinstrom von wenigen Jahren in den Arktischen Ozean, um die Lebensgemeinschaften bis hinunter in die Tiefsee grundlegend zu verändern, teilte das Bremerhavener Alfred-Wegener-Institut (AWI) am Donnerstag mit. Das ergaben Langzeitbeobachtungen in der Framstraße zwischen Grönland und Spitzbergen, wo sich die Wassertemperatur von 2005 bis 2008 vorübergehend schon einmal so stark erhöht hatte. Das Team um Thomas Soltwedel berichtet darüber im Fachblatt «Ecological Indicators».

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Reeder: Treibstoff verflüssigtes Erdgas steckt noch in den Kinderschuhen

Verflüssigtes Erdgas soll als umweltfreundlicher Treibstoff schmutziges Schweröl auf Schiffen ablösen. Dagegen stehen aber noch wirtschaftliche und bürokratische Hürden. Die Regierung will ein Gesamtkonzept entwickeln. Hamburg (dpa) - Die Reeder in Deutschland geben dem Treibstoff LNG in der Schifffahrt gegenwärtig nur wenig Chancen. «Wir sehen den Einsatz von verflüssigtem Erdgas als einen wichtigen Pfad, um die verschärften Umweltvorschriften heute und in Zukunft zu erfüllen», sagte Ralf Nagel, Geschäftsführendes Präsidiumsmitglied des Verbandes Deutscher Reeder (VDR), der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg. «Die Reeder setzen immer stärker auf Alternativen zum Schweröl.»

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Entdeckt, erforscht und ausgeraubt - Was nun mit der "Titanic"?

Gut 70 Jahre ruhte die «Titanic» ungestört auf dem Meeresboden. Seit ihrer Entdeckung 1985 reichen sich Forscher, Kamerateams und Goldgräber dort die Hand. Der Erhalt des berühmten Wracks wäre wohl möglich, sagt der Entdecker. Doch wer zahlt dafür? New York (dpa) - Die Entdeckung der «Titanic» machte ihn über Nacht berühmt. Glücklich macht sie ihn nicht. Der US-Ozeanograph Robert Ballard hatte das Wrack des legendären Luxusdampfers zusammen mit seinem französischen Kollegen Jean-Louis Michel am 1. September 1985 geortet. Der Fund in 3800 Meter Tiefe vor der Küste von Neufundland (Kanada) jährt sich an diesem Dienstag zum 30. Mal. Mit ihm begann der unerwünschte Trubel an einer Stätte, die aus Sicht von Ballard und Kollegen vor allem ein Massengrab ist. Gut 1500 Männer, Frauen und Kinder waren nach der Kollision des Ozeanriesen mit einem Eisberg am späten Abend des 14. April 1912 in den Eisfluten gestorben. Nur 700 Menschen wurden gerettet. Nach zwei Stunden und einundvierzig Minuten war das von Luxus und technischer Innovation strotzende Schiff, «die unsinkbare Titanic», im Atlantik versunken.

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Geburt einer Legende: Vor 175 Jahren begann der Transatlantikverkehr

Acht Stunden dauert es im Flugzeug nach New York und hinterher tun vor Enge die Knie weh. Wie elegant reiste man doch früher über den Atlantik - wenn man nicht im Zwischendeck hockte. Der Dampferverkehr nach Amerika ist ein Stück Geschichte und hat die Welt verändert.

Schrankkoffer mit eleganten Roben, prunkvolle Salons und ein weißhaariger Kapitän, der die Gäste der ersten Klasse begrüßt. Großfamilien mit wenigen Habseligkeiten, die im Zwischendeck auf ein freieres Leben in der neuen Welt hoffen. Die Dampferpassage zwischen Europa und Amerika hat ein Jahrhundert lang das Leben von Millionen Menschen geprägt, die Welt verändert und ist zu einem kulturellen Meilenstein geworden. Vor 175 Jahren hat alles angefangen - noch sehr bescheiden.

Dabei war die «Savannah» schon 1819 über den Atlantik gedampft, mit 27,5 Tagen fast zwei Wochen schneller als ein Segler. Doch die Dampfmaschine arbeitete nur stundenweise - und ließ immer wieder Schiffe zu Hilfe eilen, die ein brennendes Schiff wähnten. 1838 fuhr die «Sirius» ausschließlich mit Dampf, musste zuletzt aber sogar die Ladung verheizen, um ans Ziel zu kommen. Sie bekam eine Auszeichnung, die es zuvor gar nicht gab: das «Blaue Band» für die schnellste Atlantiküberquerung. Allerdings verlor kein anderes Schiff den Preis so schnell wieder: Nur dreieinhalb Stunden später dampfte die «Great Western» in den Hafen - die drei Tage später losgefahren war.

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