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Herbstsegeln an der Adria:Höllenwind und Untiefen
Was für eine Marathon-Fahrt: 32 Stunden waren Max Petutschnig und Stefan Glanz mit René Mangolds Grand Soleil 42R unterwegs – von Sant´Andrea nach Trogir. „Wir haben um die schwierigen Wetterverhältnisse gewusst, darum sind wir schon rechtzeitig losgefahren.“ Dass die beiden dann trotzdem Böen mit 50 Knoten und mehr erwarten würden, damit hatten sie dennoch nicht gerechnet. „Und nach dem Kvarner hat uns auch noch ein Gewitter erwischt“, erzählte Glanz. In Trogir angekommen gab es immer noch einiges zu tun: „Bis zur zweiten Saling war alles salzig, wir mussten das Boot reinigen und zudem jede Menge Wasser schöpfen.“
150 Liter hatte der Racer gefasst. Während andere Boote zwischenzeitlich gar nicht auslaufen durften, wie etwa Klaus Nekham, der mit seiner First 47.7 auf Murter festsaß, hatten Robert Dreier und Gerhard Pflaum (Grand Soleil 37/ohne Spinnaker) eine etwas ruhigere Fahrt. Sechseinhalb Stunden benötigten sie von Sibenik bis zum Regattahafen. „Als die Sonne weg war, ist es ein bisserl frisch geworden“, untertrieb Dreier Hände reibend sichtlich, „und von Primosten bis Trogir mussten wir aufkreuzen.“ Spibaum verloren „Achtung Untiefe“, heißt es neuerdings auf dem Seeweg von Primosten nach Trogir, behaupten zumindest Andreas Bauer und Thomas Karner (Sun Microsystems). Sie hatten beim Ansegeln Trogirs ihren Spi-Baum verloren. „Wir haben ihm nur noch nachschauen können“, sagte Karner, „der Baum steckt jetzt am Grund.“ Eine wertvolle Information, die noch auf keiner Seekarte eingezeichnet ist. Über einen Spinnaker verfügt Kurt Pollys Sun Odyssey 49 zwar nicht, dafür hatten er und Erich Streit einigermaßen mit dem Großsegel zu kämpfen. „Es war schief eingewickelt“, erzählte Streit von den Problemen bei der Fahrt von Kastela nach Trogir. „Wir hatten gehofft, in der Abdeckung durch die Insel Ciovo diesen Defekt beheben zu können, aber der Wind dafür war zu stark.“ Einfach nur „geil“, fand Hans Tesar die Schläge, die er mit seiner Crew auf der X41vbei 35 Knoten Wind von Biograd nach Trogir gesegelt war. Und Chris Jung, der auf dem Ocean7-Boot bei Skipper Franz Fellner segelt, kam im letzten Augenblick nach Trogir. Er hatte im Gegensatz zu Petutschnig und Glanz Sonntag einen echten Marathon hinter sich gebracht.
EP/AN-Luigi Castello
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