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Drettmann: Trotz Insolvenz - Rückenwind für Yachten aus Bremen
Seit 40 Jahren steht die Drettmann-Group für einen überaus erfolgreichenYacht-Neubau und spezialisierten Verkauf von Gebraucht-Yachten. Mit der
weltweiten Wirtschaftskrise brachen zeitgleich beide bis dato gut aufeinander
abgestimmten Unternehmensfelder ein – die Folge war das Ende Mai
eingeleitete Insolvenzeröffnungsverfahren. Nun steuert das Bremer
Unternehmen mit Sitz am Hemelinger Weserhafen wieder ruhigere Gewässer
an.
Positive Anzeichen
Positive Signale senden sowohl der Markt mit zahlreichen Verkäufen als auch
das Interesse gleich mehrerer Investoren. Denn der Ruf der Drettmann GmbH
hat in den letzten Monaten nur wenig gelitten: „Die Qualitäten unserer
eigenen Yacht-Linien und auch das einmalige Drettmann-Refit-Programm
haben im Markt großes Renommee“, gibt das Unternehmer-Paar Albert und
Claudia Drettmann als einen wichtigen Grund an.
·Ralf Schumacher kauft Bandido-Yacht
Keine Scheu auch bei Rennfahrer Ralf Schumacher. Der Yacht-Fan hat jetzt
trotz des Insolvenzeröffnungsverfahrens erneut bei Drettmann gekauft: Eine
`Bandido 75´ aus der Bremer Serie findet ihren neuen Liegeplatz vor Saint
Tropez. Mit dem DTM- und Formel 1-Fahrer sind Ehepaar Drettmann auch
freundschaftlich verbandelt. „Nur gibt es in der jetzigen Situation keine
Verkäufe zu Preisen, die Freundschaften beenden könnten“, damit
unterstreicht Albert Drettmann, dass weiterhin marktübliche Preise erzielt
werden.
Verkauf an Gebraucht-Yachten nimmt deutlich an Fahrt auf
Und zwar mit steigendem Erfolg. Die Zahl der verkauften Gebraucht-Yachten
stieg in den letzten Wochen kontinuierlich an. „Die Qualität unseres speziellen
Refit-Programms ist bundes- und europaweit bekannt“, so Albert Drettmann.
Eine Tatsache, die auch der vorläufige Insolvenzverwalter, Rechtsanwalt Edgar
Grönda, unterstreicht: „Wir haben in dieser schwierigen Phase den Vorteil,
absolute Qualitätsprodukte anbieten zu können. Die eingetretene Situation ist
nicht die unmittelbare Folge von Missmanagement, sondern in erster Linie auf
die weltweite Wirtschaftskrise zurück zu führen.“
Und nicht nur in Bremen-Hemelingen werden derzeit die Yachten
nachgefragt, sondern auch weiterhin am Drettmann-Stützpunkt auf Mallorca.
Neuaufträge können derzeit allerdings nicht verzeichnet werden: „Jede
unserer Yachten ist ein Unikat, wird speziell nach den Wünschen der Kunden
gestaltet und eingerichtet“, so Claudia Drettmann. So vergehen zwischen
Bestellung und Auslieferung eines Neubaus zwischen ein und drei Jahren. In
der jetzigen Situation sind Neuaufträge deshalb nicht umsetzbar.
Investoren zeigen Interesse an der Drettmann GmbH
Dass es künftig wieder Neubauten „made in Bremen-Hemelingen“ geben soll,
liegt auch am Interesse von Investoren bzw. Investorengruppen: „Wir führen
derzeit unterschiedliche Gespräche und können diese auf deutsch führen“,
umschreibt Edgar Grönda die Herkunft der möglichen Investoren.
Die hochmodernen, erst im November 2006 eröffneten, Einrichtungen, der
Drettmann-Group am Arberger Hafendamm sollen im Falle einer Einigung mit
Investoren auch in Zukunft als Standort dienen. Auf einen festen Zeitpunkt für
eine endgültige Einigung mit einem Investor möchte man sich indes nicht
festlegen:„Derzeit ermitteln wir zudem, wie gegebenenfalls auch ohne einen Investor
der Geschäftsbetrieb nach Insolvenzeröffnung fortgeführt werden kann und
stehen diesbezüglich auch mit den finanzierenden Banken der Drettmann
GmbH in Kontakt“, so Edgar Grönda.
Quelle: Drettmann
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