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Vom Wind angeweht: Der Müll der Adria in Dubrovnik

Selten war der Müllteppich so dicht, wie diesmal. Am vergangen Wochenende wurde im Hafen von Dubrovnik aufgeräumt.

Schön ist der Anblick nicht, der sich in diesen Tagen im alten Hafen von Dubrovnik bietet. Wieder einmal haben die winterlichen Südwinde bergeweise Müll angeschwemmt. Kein neues Problem, aber selten war der Müllteppich so dicht, wie diesmal. Am vergangen Wochenende wurde gemeinschaftlich aufgeräumt. Stadtreinigung, Feuerwehrtaucher und Freiwillige waren beteiligt.

"Wir haben alle möglichen Sachen gefunden, viele tote Tierkörper schwimmen an der Oberfläche", so ein Angestellter der Stadtverwaltung.

Ein Taucher steckt mitten im dichten Holz- und Müllgestrüpp. "Unsere Aufgabe besteht darin, die großen Holzstämme näher heranzuholen", sagt er, "damit wir sie aus dem Wasser ziehen können."

Es ist der Unrat der Adria, aus Nachbarländern, vor allem Albanien wird er angespült. Sogar eine Seemine aus dem Zweiten Weltkrieg lag vor einigen Tagen am Strand.

Die Behörden sprechen von einem ökologischen Desaster. Meeresbiologe Rade Garic von der Universität Dubrovnik berichtet: "Im Müll sind wir auch auf die Kadaver von Sumpfschildkröten gestoßen. Wir gehen davon aus, dass sie aus Flüssen in Albanien oder Montenegro angespült wurden."

Der Wind soll demnächst drehen und aus nördlicher Richtung wehen. Das dürfte die Aufräumarbeiten vereinfachen. Das Problem bleibt: Das Mittelmeer ist eine Müllhalde. Was ins Wasser geworfen wird, gelangt irgendwo anders ans Ufer.



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